SINGLE ORIGIN & DIRECT TRADE

WAS HEISST SINGLE ORIGIN & DIRECT TRADE?

Single Origin steht für eine nachvollziehbare Herkunft von Kaffee.
Direct Trade steht für den direkten Handel mit den Kaffeebauern und -Bäuerinnen.

Wir wollen die Menschen kennen, die unseren Kaffee anbauen. Darum beziehen wir Kaffee direkt von Kleinbauern und Bäuerinnen, die mit der Umweltorganisation Serraniagua zusammenarbeiten. Gemeinsam schaffen wir eine faire und direkte Handelsbeziehung. Die lokale Gemeinschaft steht im Mittelpunkt der Wertschöpfung. Auch weil wir CAFÉ COMAM im Ursprungsland rösten und verarbeiten.

WARUM WIR KEIN FAIRTRADE SIEGEL HABEN?

Keine Frage: Fairtrade ist gut, aber letztlich nur eine bessere Version eines in sich unfairen Handelssystems: Entwicklungsländer, meist ehemalige Kolonien, produzieren Rohstoffe, die erst in den Industrieländern zu fertigen Produkten veredelt werden.
Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kleinbauern und Bäuerinnen bis hin zum Konsumenten steht im Mittelpunkt von Café Comam. Wir setzen auf einen fairen Direkthandel und Transparenz.
 
Wir streben eine gerechte Verteilung der Erträge der gesamten Produktionskette an. Deshalb rösten wir Café Comam gemeinsam mit Experten vor Ort, schaffen dadurch Arbeitsplätze und unterstützen die lokale Gemeinschaft. Das ist der Fairchain Gedanke: ein großer Teil der Wertschöpfung wird im Ursprungsland belassen und es ist ein wertvoller Ansatz für eine nachhaltige Entwicklung in Kolumbien.
 


WAS BEKOMMEN DIE KAFFEEBAUERN & BÄUERINNEN FÜR DIE KAFFEEBOHNEN?

Faire Preise sind für Kaffeebauern und -Bäuerinnen das Um und Auf. Der Kaffeepreis wird an der Börse gehandelt und ist daher sehr variabel und generell sehr niedrig. 

Für die erstklassigen Kaffeebohnen bezahlen wir faire Preise, weitaus mehr als der Börsenpreis. Außerdem fließt pro Packung 1 € an die Umweltorganisation Serraniagua, die gemeinsam mit den Kaffeebauern und Bäuerinnen daran arbeiten, den Produktionsprozess zu verbessern und die Biodiversität zu erhalten. 


WIE KAM ES DAZU, GENAU MIT DIESEN KAFFEEBAUERN UND -BÄUERINNEN ZUSAMMENZUARBEITEN?

2015 reiste ich (Natalie Weiß, die Initiatorin des Projekts) das erste Mal nach Kolumbien und kam über eine Empfehlung nach El Cairo zur Umweltorganisation Serraniagua. Dort begann der Austausch. Kaffeebauern und -Bäuerinnen luden mich zu ihren Fincas ein und eine persönliche Beziehung ist entstanden. Dabei lernte ich sehr viel über Kaffee, den Geschmack, den Anbau, die Qualität, das Rösten und vor allem über die Tradition und Kultur des Kaffeeanbaus in Kolumbien.


WAS MACHT DIE UMWELTORGANISATION SERRANIAGUA?

Die Umweltorganisation hat sich auch zum Ziel gesetzt, die Biodiversität der Region zu erhalten. Dazu gehören die unberührten tropischen Regenwälder ebenso, wie die Tradition und Kultur des Kaffeeanbaus in traditionellen Waldgärten. Für die kontinuierliche Verbesserung der Qualität des Kaffees bietet die Umweltorganisation den Kaffeebauern und Bäuerinnen laufend Workshops zur biologischen Produktion und zur Verbesserung des Produktionsprozess. 


WAS IST DER UNTERSCHIED?

Kaffee ist ein Massenprodukt. Nach Rohöl ist Kaffee die wichtigste Handelsware der Welt. Das erklärt auch die Kaffeeberge, die sich in den Läden der Kaffeehändler auftürmen. Hier kommen Kaffeebohnen von verschiedenen Fincas und unterschiedlichster Qualität auf einen Haufen. Da der Kaffeepreis relativ niedrig ist, legen die Kaffeebauern und Bäuerinnen wenig Wert darauf, eine sehr gute Qualität zu liefern, denn dies ist mit wesentlich mehr Arbeitsaufwand verbunden. Der Wirtschaftlichkeit halber werden die konventionellen Kaffeebohnen meist auf großen Plantagen ohne schattenspendende Bäume angebaut. Das bringt mehr Ertrag, laugt aber die Böden aus und führt zum Einsatz von chemischen Dünge- und Spritzmitteln.

Bei Kaffee kommt es aber vor allem auf die Qualität der Kaffeebohnen an! 
Für Café Comam legen wir Wert auf einen kleinbäuerlichen und ökologischen Anbau. In Waldgärten mit schattenspendenden Bäumen wächst Kaffee in Harmonie mit Biodiversität und benötigt keine zusätzlichen Spritzmittel. Der Aufwand für einen qualitativ hochwertigen Kaffee ist wesentlich höher und hat auch seinen Preis. Außerdem rösten wir die Kaffeebohnen für Café Comam gemeinsam mit Experten vor Ort in Kolumbien und belassen dabei einen großen Teil der Wertschöpfung im Ursprungsland. Wir arbeiten klimagerecht und schauen aufs Ganze!


VON WO KOMMT CAFÉ COMAM GENAU?

 El Cairo liegt in der Zona Cafetera in Kolumbien. Ein Bergdorf am westlichsten Anden Gebirgszug mitten im Naturschutzgebiet Serranía de los Paraguas.