ERHALT DES REGENWALDS

Café Comam gedeiht mitten im
Naturschutzgebiet Serranía de los Paraguas.

WIE WIRD DER REGENWALD ERHALTEN?

Für Café Comam werden Kaffeebohnen von Kleinbauern und -Bäuerinnen bezogen, die mit der Umweltgemeinschaft Serraniagua zusammenarbeiten. Die Umweltorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Biodiversität der Region zu erhalten. Dazu gehören die unberührten tropischen Regenwälder ebenso, wie die Tradition und Kultur des Kaffeeanbaus in traditionellen Waldgärten. Vergleichbar mit eine Biosphärenpark. Auch die Kaffeebauern und –Bäuerinnen überlassen mehrere Hektar Land der Natur. So werden weitere Naturreservate geschaffen, die zur Förderung der Biodiversität beitragen und tropischer Regenwald bleibt erhalten. 


WAS HEISST KAFFEE AUS TRADITIONELLEM SCHATTENANBAU?

Da Kaffee ein Schattengewächs ist, wurden früher die Kaffeesträucher ausschließlich im Schatten großer Bäume in Form von Mischkulturen kultiviert. Um höhere Erträge zu erzielen, wird Kaffee heute oft in Monokulturen mit der Zugabe von chemischen Dünge- und Spritzmitteln angebaut.

Ein entscheidendes Qualitätskriterium ist der Anbau von Kaffee. Eine gute Bodenbeschaffenheit mit einem lockeren, nährstoffreichen Humusboden wirkt sich positiv auf die Qualität aus. Mischkulturen mit schattenspendenden Bäumen führen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und dienen als Erosionsschutz für die ohnehin sehr steilen Hänge. Gleichzeitig wird ein Lebensraum für Vögel, Insekten, Pilze und Pflanzen geschaffen, der zur Förderung der Artenvielfalt beiträgt.

Diese Mischkulturen mit schattenspendenden Bäumen und Kaffee werden auch als Agroforestsysteme oder Waldgärten bezeichnet. Sie liefern neben Kaffee zum Beispiel Zitrusfrüchte, Avocados, Bananen sowie Brenn- und Bauholz für die Selbstversorgung der Familie oder für den Verkauf am lokalen Markt.


IST CAFÉ COMAM BIO?

Café Comam ist derzeit im Bio-Zertifizierungsprozess und wird bereits nach Bio-Richtlinien kultiviert. Gemeinsam mit der Umweltorganisation wurden organische Dünge- und Spritzmittel auf Basis von Effektiven Mikroorganismen und Mineralien entwickelt. Für die kontinuierliche Verbesserung der Qualität des Kaffees bietet die Umweltorganisation Serraniagua den Kaffeebauern und -Bäuerinnen laufend Workshops zur biologischen Produktion und zur Verbesserung des Produktionsprozesses. Der Biozertifizierungsprozess wird voraussichtlich Ende 2022 umgesetzt sein.


WO IST DAS NATURSCHUTZGEBIET SERRANÍA DE LOS PARAGUAS?

Das Naturschutzgebiet Serranía de los Paraguas liegt in der westlichen Andengebirgskette von Kolumbien. Es ist ein wichtiger Biodiversitäts Hotspot der tropischen Anden von internationaler Bedeutung. El Cairo liegt in mitten des Naturschutzgebietes, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet Zona Cafetera (Kaffeezone) und ist umgeben von unberührten tropischen Regenwald.


IST DER KLIMAWANDEL BEI DEN KAFFEEBAUERN UND -BÄUERINNEN SPÜRBAR?

Auch die Kaffeebauern und –Bäuerinnen sind den Folgen des Klimawandels ausgesetzt und müssen sich anpassen. Durch die nachhaltige Kultivierung von Kaffee im Schattenanbau wird im Kreislauf der Natur eine zukunftsfähige Landwirtschaft betrieben. Die schattenspendenden Bäume schirmen extreme Sonneneinstrahlung, starke Regengüsse und Kälteeinbrüche ab. Sie sind dadurch vor Wetterextremen besser gewappnet und haben dadurch weniger Ernteausfälle.