FÜR MEHR REGENWALD UND BIODIVERSITÄT

BESSER ALS BIO

Wir werden oft gefragt, ob unser Kaffee auch bio ist. Unsere Antwort: Besser als das!
Für Café Comam legen wir Wert auf einen kleinbäuerlichen und ökologischen Anbau. In traditionellem Schattenanbau gedeiht Kaffee in Harmonie mit Biodiversität. Für richtig guten Kaffee ist ein Wald mit anderen schattenspendenden Bäumen unverzichtbar. Denn nur im Schatten haben die Kaffeekirschen genügend Zeit, ihr volles Aroma zu entfalten. In Waldgärten fühlt sich der Arabica-Kaffeestrauch besonders wohl und braucht deshalb auch keine chemischen Dünger und Pestizide, um zu gedeihen. Es werden lediglich biologische Zusatzstoffe aus effektiven Mikroorganismen und Mineralien verwendet, die gemeinsam mit Serraniagua zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit entwickelt wurden.

Derzeit ist bereits der Bio-Zertifizierungsprozess im Gange, doch bis wir bio zertifizierten Café Comam in Österreich verkaufen können, wird es noch etwas dauern. 


BESSER FÜRS KLIMA

Auch die Kaffeebauern und –Bäuerinnen sind den Folgen des Klimawandels ausgesetzt und müssen sich anpassen. Durch die nachhaltige Kultivierung von Kaffee im Schattenanbau wird im Kreislauf der Natur eine zukunftsfähige Landwirtschaft betrieben. Die schattenspendenden Bäume schirmen extreme Sonneneinstrahlung, starke Regengüsse und Kälteeinbrüche ab. Sie sind dadurch vor Wetterextremen besser gewappnet und haben dadurch weniger Ernteausfälle.


WAS HEISST KAFFEE AUS TRADITIONELLEM SCHATTENANBAU?

Da Kaffee ein Schattengewächs ist, wurden früher die Kaffeesträucher ausschließlich im Schatten großer Bäume in Form von Mischkulturen oder Waldgärten kultiviert. Um höhere Erträge zu erzielen, wird Kaffee heute oft in Monokulturen angebaut, Regenwald gerodet und chemische Spritz- und Düngemittel verwendet. 

Ein entscheidendes Qualitätskriterium ist der Anbau von Kaffee. Eine gute Bodenbeschaffenheit mit einem lockeren, nährstoffreichen Humusboden wirkt sich positiv auf die Qualität aus. Mischkulturen mit schattenspendenden Bäumen führen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und dienen als Erosionsschutz für die ohnehin sehr steilen Hänge. Gleichzeitig wird ein Lebensraum für Vögel, Insekten, Pilze und Pflanzen geschaffen, der zur Förderung der Artenvielfalt beiträgt.

Diese Mischkulturen mit schattenspendenden Bäumen und Kaffee werden auch als Agroforestsysteme oder Waldgärten bezeichnet. Sie liefern neben Kaffee zum Beispiel Zitrusfrüchte, Avocados, Bananen sowie Brenn- und Bauholz für die Selbstversorgung der Familie oder für den Verkauf am lokalen Markt.

WIE WIRD DER REGENWALD & DIE BIODIVERSITÄT GESCHÜTZT?

Kaffee, der in ökologischen Waldgärten angebaut wird, schützt den Regenwald und die Biodiversität. Statt Wald zu roden für großflächige Monokulturen, bleibt ursprünglicher Wald erhalten. Zusätzlich überlässt jede/r Kaffeebauern und Bäuerinnen mehrere Hektar Land der Natur. So werden viele kleine Naturreservate geschaffen, die zur Förderung der Biodiversität beitragen und tropischer Regenwald bleibt erhalten.

Für Café Comam werden Kaffeebohnen von Kleinbauern und -Bäuerinnen bezogen, die mit der Umweltgemeinschaft Serraniagua zusammenarbeiten. Die Umweltorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Biodiversität der Region zu erhalten. Dazu gehören die unberührten tropischen Regenwälder ebenso, wie die Tradition und Kultur des Kaffeeanbaus in traditionellen Waldgärten. Vergleichbar mit eine Biosphärenpark. Pro Packung geht 1 € direkt an Serraniagua zur Unterstützung von Projekten vor Ort.


WO IST DAS NATURSCHUTZGEBIET SERRANÍA DE LOS PARAGUAS?

Das Naturschutzgebiet Serranía de los Paraguas liegt in der westlichen Andengebirgskette von Kolumbien. Es ist ein wichtiger Biodiversitäts Hotspot der tropischen Anden von internationaler Bedeutung. El Cairo liegt in Mitten des Naturschutzgebietes, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet Zona Cafetera (Kaffeezone) und ist umgeben von unberührten tropischen Regenwald.