WILLKOMMEN AUF DER
FINCA LA FLORIDA

Don Francisney Lopez bewirtschaftet gemeinsam mit seinem Vater Don Gustavo die Finca la Florída.
Seit 32 Jahren arbeitet er mit seinem Vater gemeinsam auf der Finca la Florida. Die Finca liegt auf ca. 1600 m. 

Sie haben ca. 45000 Kaffeesträucher im Schattenanbau in unterschiedlichen Altersstufen. Insgesamt sind dies wahrscheinlich 9 ha Kaffee. Hauptsächlich kultivieren sie die Sorte Castillo, neben Carturra und Arabica. Alle Sorten sind reine Arabica Sorten, die generell eine hohe Qualität erzielen.

Die beiden produzieren in einem Jahr ca. 1000 arrobas Kaffee, das sind ca. 12.500 kg.

Die Kaffeesträucher gedeihen in agrarökologischen Mischkulturen im Schatten von Guamos, Orangen, Bananen und anderer Bäume prächtig und sind wenig anfällig für Schädlinge. Auf chemische Düngemittel wird verzichtet, die beiden möchten ihren Kaffee so natürlich wie möglich bewirtschaften.

Ein großer Teil der landwirtschaftlichen Fläche wird nicht mehr bewirtschaftet, diese Fläche wird der Natur überlassen. Hier darf die Natur Dschungel sein. Dies fördert die Biodiversität der Region, denn viele Vögel, Insekten und andere Tiere leben in dieser Zone. 

Was wächst sonst noch auf der Finca?
Bananen, Platano (Kochbananen), Avocado, Mandarinen, Orangen, Bohnen, Mais, Yucca und im kleinen Hausgarten wächst vor allem viel Zwiebel, Oregano, Minze, Paprika und ein paar Tomaten.

Für die Zukunft wünschen sie sich ihre eigene Kaffee Marke. Schon jetzt lassen sie ca. 60 kg bei cafenorte für den Eigengebrauch rösten. 

Francisney und seine Frau Carolina finden es sehr schade, dass ihr Sohn nicht mit Kaffee arbeiten will. Er möchte andere Wege gehen, aber nicht auf der Finca bleiben, um mit Kaffee zu arbeiten. Ja, die Jugend sieht im Kaffeeanbau keine Zukunft. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und erfordert vollsten Einsatz und die Einnahmen schwanken durch den an die Börse gebundenen Kaffeepreis extrem. Es ist kaum mehr rentabel Kaffee zu kultivieren.

Kein Wunder, dass die Jugend andere Wege geht. Vielleicht aber kommt er mit Wissen zur Erschaffung der eigenen Kaffeemarke wieder zurück und kann zur Erfüllung der Träume seiner Eltern beitragen.

Für CAFÉ COMAM wird von der Finca la Florida regelmäßig Kaffee zu fairen Preisen gekauft. 

  • 6 Uhr | cafe
  • 8 Uhr | desajuno
    zum Frühstück gibt’s heiße Schokolade mit einem Teller Reis, Bohnen, Eierspeis und Arepa
  • 10 Uhr | quebogar
    Erfrischungsgetränk (meist aguapanela)
  • 12 Uhr | almuerzo
    Mittagessen mit einer Suppe und einem Teller Reis, Bohnen, Salat mit einem Stück Fleisch
  • 14 Uhr | refresco
    Erfischungsgetränk
  • 15 Uhr | el algo
    Kaffee mit Brötchen
  • 17:30 Uhr | comida
    Abendessen, ähnlich wie Mittagessen
  • 19 Uhr | descansando
    Schlafenszeit

Auf der Finca werden ca. 3 Tassen Kaffee getrunken. Kaffee wird in der Regel mit Aquapanela (Wasser mit Rohrzucker) genossen. Oft schmeckt man nur wenig Kaffee, aber sehr viel Süße. Der Kaffee kommt von der eigenen Finca.

Von El Cairo fährt der Willy 45 min rauf und runter über eine erdige Straße mit einer wunderschönen Blick in die bergige Kaffee Landschaft in die Nähe der Finca la Florida.